Montag , 18. März 2019
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Investmentdiamanten als brillante Anlagemöglichkeit

Diamanten als Anlage
Diamanten werden als Anlage immer beliebter
Während im Fernen Osten Diamanten vorwiegend in Kombination mit edlem Geschmeide von Bedeutung sind, erfreuen sie sich in Europa als Sachwertinvestment immer größerer Beliebtheit.

Diamanten als Geldinvestment

Herkömmliche Geldanlagen bringen in der Regel keine nennenswerte Zinserträge mehr. Daher sind Sparer und Privatanleger stets auf der Suche nach einer lukrativen und vor allem werthaltigen Alternative. Eine im wahrsten Sinne des Wortes attraktive Wertanlage sind Juwelen. Diamanten gelten als renditestarke und sichere Investition. Jedoch sind nur ganz besonders wertvolle Brillanten als Geldinvestment geeignet.

Wertkriterien eines Diamanten

Vier Kriterien entscheiden über den Wert eines Diamanten. Die Farbe (Colour), Reinheit (Clarity), Gewicht (Carat) und Schliff (Cut). Zudem ist die sogenannte Fungibilität des Juwels für eine Wertanlage von großer Bedeutung. Das heißt, der Edelstein eignet sich als Geldanlage, wenn er sich problemlos auf en größten internationalen Diamantenmärkten verkaufen Besonders ausgefallene Schliffe wie der 88-Facetten-Schliff, de Rosenschliff und die Brillantperle haben sich diesbezüglich eher als negativ herausgestellt. Wer sein Geld in Diamanten investieren möchte sollte daher gängigere Schliffformen wie den Navette-, Tropfen, Oval-, Smaragd- oder Brillant-Schliffwählen.

Qualitätskriterien eines Investmentdiamanten

Ein wertvoller Diamant besticht durch seine Schönheit und Brillanz. Dabei spielt die Facettierung eine bedeutende Rolle. Ist die Facettierung hochwertig werden einfallende Lichtstrahlen perfekt reflektiert. Somit ist nicht nur die Schliffform von Bedeutung, sondern auch Schliffausführung. Diesbezüglich werden im Diamant-Zertifkat, welches zu jedem Kauf eines Diamanten ausgestellt wird, unter der Rubrik „Finish“ Angaben gemacht. Anleger sollten darauf achten, dass der Investmentdiamant mit der Schliff-Graduierung „excellent“ bewertet wird. Zudem sollte der Privatanleger auf Zertifikate international renommierter gemmologischer Institute achten. Zu diesen allgemein anerkannten, seriösen Unternehmen gehören unter anderem GIA (Gemological Institute of America), IGI (International Gemological Institute) und Hoge Raad voor Diamant. Nur ein Diamant mit einem Zertifikat dieser Institute kann auf dem Markt gute Preise erzielen. Die Urkunden sind mit Kennziffern versehen, welche zudem in die Rundiste des Juwels per Laser eingraviert. Somit sollte sich jeder Investor nicht nur an dem Zertifikat orientieren, sondern sollte auch einen Blick auf die Nummer werfen, die sich auf der Kante befindet, die die obere Hälfte des Diamanten von der unteren trennt. Die Echtheit des Diamantenzertifikats lässt sich an Hand von Sicherheitsmerkmalen erkennen wie sie auch unter anderem auf Reisepässen zu finden sind.

Wertminderung durch Blutdiamanten

Ein besonders wichtiges Kriterium beim Diamanteninvestment ist die Bestätigung, dass es sich nicht um einen sogenannten „Blutdiamanten“ handelt. Mit Blutdiamanten finanzieren einige afrikanische Diktatoren ihre Kriege. Um dies zu verhindern werden in Europa seit der Umsetzung des Kimberley-Zertifizierungssystems nur noch Diamanten von Staaten akzeptiert, die nachweislich keine Blutdiamanten sind. Damit das der Käufer erkennen kann, befindet sich in dem Diamantenzertifikat der Vermerk „Conflictfree“. Anlagediamanten aus nicht konfliktfreien Regionen sind kein gutes Anlageobjekt, da es beim Verkauf zu erheblichen Wertminderungen kommen kann.

Preissteigerung durch Asiens Wirtschaftswunder

Die Finanzkrise 2009 führte zu einem Einbruch bezüglich der Diamanten-Nachfrage. Heute scheint die Krise überwunden, sodass die Preise für größere Diamanten um rund 20 Prozent gestiegen sind. Damit hat der Diamant sogar den Investmentklassiker Gold geschlagen. Laut Aussage der deutschen Diamantschleiferei in Idar-Oberstein haben kleine Steine unter 0,1 Karat sogar eine Wertsteigerung von etwa 65 Prozent verzeichnet. Diese Entwicklung basiert vor allem auf wirtschaftliche Aufschwung im Fernen Osten ungebrochen ist, kann der Anlegerauch weiterhin auf lukrative Renditen seiner Investition rechnen.

Diamanten eine langfristige Anlagealternative

Das Mekka des Diamantenhandels befindet sich im flämischen Antwerpen. Des weiteren gibt es Diamantenbörsen in New York, Tel Aviv und Mumbai (früher Bombay). Aktuell entsteht in Garborone ein neues Diamantenzentrum. Hier werden künftig Diamanten sortiert, geschliffen und vermarktet werden. Jedoch ist das Vorkommen an Diamanten äußerst begrenzt. Ähnlich wie beim Edelmetall Gold liegen die Förderkapazitäten am absoluten Limit und die Nachfrage ist enorm. Daher können Investoren davon ausgehen, dass sich das Preisniveau bei Diamanten auch in Zukunft nachhaltig entwickelt. Diamanten eignen sich aber nicht für Investoren, die eine schnelle lukrative Rendite zum Ziel haben. Als langfristiges Investment sind Diamanten allerdings durchaus eine interessante und sichere Alternative zu den herkömmlichen Investmentmöglichkeiten.

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